Unser Urlaub ist vorbei. Damit beende ich diesen Eintrag. 🙁

8 Tage Constanța an der rumänischen Schwarzmeerküste haben uns braun gebrannt und faul gemacht.

Doch von Anfang an.

Das Kasino

Kurze Zeit stand der Urlaub auf der Kippe. Wie gute Deutsche das machen, meldeten wir unseren Urlaub 6 Wochen vorher an. Immerhin könnten Seminare sein. Also wurden Termine geklärt und wir buchten guten Mutes unsere Unterkunft. Eine Woche vorher lag ein Teambuilding Seminar an. Einen Tag vorher erreichte uns abends eine Facebook-Nachrricht: “ Wir verschieben, könnt ihr den Urlaub umbuchen“. „Ihr müsst nicht, aber es kostet uns ja Geld…“ Wie ich diese Schlechte-Gewissenstour hasse. Ähnlich erging es uns mit der Sommercamp, welches nun insgesamt 3 Mal verschoben wurde.

Der Urlaub ging natürlich nicht mehr zu verändern.

Gut so. Es war wunderschön.

In Constanța waren sie alle: Gegründet von den Griechen, dann kamen die Römer und die Türken. All das schlägt sich auf die Küche nieder. Ein kulinarischer Urlaub 🙂

Untergekommen sind wir in der Pension Elmo. Über Geld spricht man ja nicht, aber ich empfehle es weiter- günstiger und sauberer wird es nicht. Nur Taison war uns nicht geheuer- der Haushund, so groß wie ich sitzend 🙁 Ich hasse Hunde. Aber die Vermieterin passte gut auf 😉

Die Stadt hat einen wunderschönen Hafen und viele alte Gebäude, in den unterschiedlichsten Stilen. Leider wird sich darum nicht gekümmert, besonders schöne Häuser zu sanieren und zu schützen. Sowjetgerippe verbauen den Blick zum Meer. Dennoch ist der Strand wunderschön- so viele Muscheln habe ich noch nie gesehen.

Neben vielen Musen gibt es ein Delfinarium mit Zoo. Alle Eintrittsgelder (Musen usw.) haben uns nie mehr als 3 Euro gekostet. Dennoch haben wir beschlossen, keine Delfine mehr in derartigen Einrichtungen zu besichtigen. Die Gehege sind klein, Zootiere lagen in Plastik oder Kot und die Delfine wirkten gestresst von der Show.

Es macht mehr Spaß, mit Oreoeis den Möwen am Strand zuzusehen. Von der Pension konnte man bis in die Stadt laufen.

Wahrzeichen ist das Kasino- 1907-1910 wurde es errichtet um dann umsonst 1985 saniert zu werden. Heute gehört das Haus am Meer den Vögeln, von seinem Charme kann man nur ahnen.

Neben dem Kasino besitzt Constanța eine kleine Moschee, die erste die ich besichtigte.

Gibt es eine Reiseempfehlung von mir?

Für Rumänien: JA!

Wer eh dort ist, sollte sich das Meer nicht entgehen lassen. Einige Kilometer entfernt beginnt das Donaudelta, ein Naturschutzgebiet mit „Jungel“ und schwimmenden Inseln. Dafür braucht man allerdings ein Auto. Wer super billig Urlaub machen will ist mit der Ukraine besser bedient.

Empfehlenswert ist es, mal mit dem Zug zu fahren. Der braucht vieeeeeel Zeit, tuckert aber am Meer entlang und man bekommt ein gutes Gefühl für die Weiten Rumäniens.

Was sonst noch so los war….

Justine, unsere französische Mittfreiwillige ist nach Hause zurückgekehrt. Es gab eine typische Abschiedsparty mit allen Freiwilligen. Ihr Abschiedsgeschenk für unsere Senioren war ein Fisch fürs Aquarium. Leider ist Karl-Heinz einsam und sucht jetzt eine Frau fürs Leben 🙁

Über finanzielle Mittel unserer Organisation haben wir ein Schwungtuch bestellt. Es wird im Kindergarten, Im Feriencamp und im Tageszentrum

eingesetzt. Danke an unsere Organisation und Spender! Es wurde mit großer Freude empfangen.

Wir waren gemeinsam auf den Weg zum „Deutschen Haus der Hoffnung“ um unsere Finanzen für den Sprachkurs zu klären. Wie so oft hatten Tatiana und Tatiana Gäste aus Deutschland, denen wir sogleich vorgestellt wurden. Der übliche Smaltalk begann. Ja, wir sind hier freiwillig, ja für ein ganzes Jahr.

Gäste: „Woher seid ihr denn?“

A&F: „Nähe Dresden“

Gäste: „Wo genau?“

A&F: „Nähe Chemnitz, Burgstädt“

Gäste: „Ach HALLO wir sind aus Lößnitz, aus dem Erzgebirge“

Wir unterhielten uns also mit unseren „Nachbarn“. Ein junger Mann wollte wissen, ob eine Organisation hinter uns stehe. Ja, der ICE aus Dresden.

Ach, meinte er: „Gibt’s den Gebhard noch? Ich bin der Benni, ich war 2006/2007 in Lettland.

Richtet doch mal Grüße aus.“

Ja die Welt ist ein Dorf.

Was noch kommt…

Am Montag wurden wir von Domna Svetlana begrüßt- sie findet nicht, dass wir braun seien 🙂

Auf mich wartet noch eine spannende Zeit im Kindergarten und dann im Sommercamp. Bald besucht uns Albans Familie.

So viel wird trotzdem nicht passieren, deswegen gibt es hier vor allem Bilder und kleinere Geschichten.

Kritik wie immer an s.Frances99@yahoo.com