Wer Harry Potter kennt, weiß was ein Denkarium ist. Eine steinerne Schüssel, in welche Dumbledore seine schweren Gedanken zur Reflexion ablegen kann.

Mein Denkarium ist nicht steinern sondern aus Plastik und aus was sonst noch so mein Laptop und diese Website besteht. 😉  Eigentlich wollte ich heute gar  nicht schreiben, aber es ist Einiges passiert und ich will nicht riskieren etwas zu vergessen.

Update zum Bürokratiekrieg: Unsere Dokumente erreichten uns diesen Montag und so machten wir uns wieder auf den Weg, diesmal mit 100% Zuversicht. Mir fehel mittlerweile die Worte um meine unbändige Wut zum Ausdruck zu bringen. Uns bleibt jetzt noch eine Woche, also 5 Tage um das Ding zu beantragen und jetzt fiel der Notarin ein: Dieses Dokument, braucht eine DEUTSCHE Überbeglaubigung. Also müssten wir es zurück nach DT senden!!!  Was genau die Aufgabe der deutschen Botschaft ist, bleibt ein Rätsel. Helfen ist es zumindest nicht.

Wir werden jetzt einen Schleichweg gehen und hoffen dieser funktioniert. Das Problem ist die Willkürlichkeit, denn scheinbar ändert sich jede Woche die Bestimmung ,was man den nun braucht.

Horrorstory: Wenn man sich dazu entscheidet, mit Menschen zu arbeiten trifft man schon manchmal auf interessante Gestalten. In einer dir fremden Kultur multipliziert sich das noch mal. (Folgendes sollte mit der nötigen Ironie gelesen werden und nicht mit dem Denken, ich sei respektlos)

Da sind zum einen die Schüler. Eine Schulkleidung gibt es nicht direkt, aber einen Dresscode umso mehr. Dieser besagt bei den Mädchen (bis zu dem Alter, wo sie noch auf Mama hören) Kleidchen in dunklen Farben, Rüschen, Spitzensocken und Lackschuhe. So weit so schick. Die Jungen werden in Anzugshosen und Hemd gesteckt, welche vor der Pubertät IMMER zu groß sind, und schlappern. Dazu gehören meistens Mütter, welche nicht minder stylisch sind. Ich komme mir regelmäßig vor, wie ein bunter Vogel der sich verflogen hat.

Auch das Verhalten ist mitunter etwas befremdlich: da Deutsch eine sehr kantige Aussprache hat, fallen wir immer auf. Ab und an packt der Sitznachbar im Bus dann seine einzigen Worte aus. Die können freundlich sein: „Guuden Tak“ bis hin zu schockierend und reduzierend „Deutscheland uber alles“.

Diese Woche wurden wir spontan missioniert. Kommt auch mal vor, dass man in sehr gutem Deutsch gefragt wird, ob Jesus wir Jesus den Retter kennen und ob wir auch katholisch sind…

Zufällig entdeckte Perle in unserer Nähe; eine der über 40 Kirchen der Stadt

Naja, wenn man sich das jetzt alles in schwarz-weiß vorstellt und mit schauriger Musik, wäre das schon ziemlich gruselig. Meine Sammlung an Shirts mit konfusen Sprüchen benötigt auch ein Update: Der bunici mit Pullover “ Viagra 90 “ (ich hab geschaut, es scheint keine Band zu sei 😉 ) Und der sehr kräftige Mann, mit großer Kreuzkette und Bomberjacke + Top mit “ Helene Fischer Ultras“ 😀

Diese Stelle passt gut, mal was Wichtiges zu

Der schönste Park der Stadt ist nicht weit entfernt und riesig. 4 Lei pro Person sind durchaus zu verkraften und dafür gibt es Natur pur.

klären.Wenn ich so etwas schreibe, berichte ich von Kuriositäten in einem fremden Land. Ich verurteile nicht. Ich bastele daraus keine Klischees. Ich will lediglich versuchen, neugierig auf dieses Land zu machen. https://www.zeitjung.de/hassobjekt-voluntourismus-charity-profilbild-markus-ehrlich-lotte-duex/

Dieser Artikel fand mich diese Woche. Meine Wut darauf, habe ich bereits unten drunter ausgelassen. Ob das gut ist, sei mal dahingestellt. Ich möchte nur noch einmal betonen:

Uhhh eine Hochzeitskutsche… was ganz Seltenes hier 😉

Jaaaa… ein Klischeebild. aber die Bäume hatten sooo schöne Farben

Ich rette nicht die Welt. Ich bin nicht ausgebildet. Aber: Ich nehme keine Arbeitsplätze weg, denn für diese Arbeit hier, gäbe es keine. Auch keine Bezahlung. Bezahlt werde ich durch meine Organisation, und diese von Spendern ohne die es nichts ginge.

Ich mache das nicht für Fotos mit runzligen Uromis, sondern um für mich zusagen: du hast dazu beigetragen, dass man in Deutschen mehr sieht als „Deutschlandt über alles“ und dass der Osten mehr ist als Stalindenkmäler und Neubaublöcke.

Das Salzteigprojekt : startete diesen Freitag mit einer kleinen Rekordzahl an elderlies.

Dabei entstanden richtig schöne Kunstwerke für Weihnachstbaumschmuck oder Geschenke . Mihai bersetze uns und wir hatten so eine super Gelegenheit, unsere bunici besser kennen zu lernen. Als nächstet kommt St. Martin 🙂

Fernweh, ist eine Krankheit, die ich hier nicht erwartet hatte. Immerhin litt ich schon zuhause darunter, und um innerlich zu heilen, bin ich hier. Doch die Symptome kamen wieder und deswegen haben wir die einzige Medizin gebucht, die da hilft: In 10 Tagen heißt es auf nach Brașov ( Kronstatd). 4 Nächte in einer der schönsten Städte Siebenbürgens. Ich versuche mich darauf nicht zu freuen, um Erwartungen nicht zu zerstören, aber he: UUUUUURALUB!!! Wenn ich in DT bin, werde ich wohl eine Initiative gründen, die Ferien für alle einführt, Urlaub ist einfach unpraktisch…Denn muss man beantragen und sparen. Ferien sind häufig, Pflicht und lang 😀

So, in diesem Sinne: eine schöne Woche nach Deutschland 🙂